Epilepsien sind anfallsartig auftretende Störungen der Gehirnfunktion, die durch eine unkontrollierte Entladung von Nervenzellen im Gehirn entstehen.

Epileptische Anfälle können sehr vielgestaltig sein: von äußerlich kaum bemerkbaren Anfällen mit Verharren (plötzlichem Innehalten mit verminderter Reaktionsfähigkeit) über unwillkürliche Bewegungen wie Nesteln der Hände und Schmatzen bis zu sogenannten „großen Anfällen“ mit Versteifung und Zuckungen des ganzen Körpers mit Schaumbildung und langer Erholungsphase („Krampfanfall“, "Grand Mal"). Ursachen können Veränderungen der Signalübertragungswege im Gehirn sein („Ionenkanalerkrankungen“) oder Veränderungen der Gehirnstruktur (Narben, Tumoren, Hippocampussklerose). Man unterscheidet dann zwischen „generalisierten“ und „fokalen“ Epilepsien.

Bei der der Erstdiagnose ist die Beschreibung des Anfalls von Familienmitgliedern / Freunden von entscheidender Bedeutung. Darüber hinaus wird mit Hilfe des EEG versucht, die genaue Form der Epilepsie zu klären. Eine spezielle MRT-Bildgebung des Schädels soll helfen, strukturelle Veränderungen des Gehirns zu entdecken. Bei der Betreuung von Patienten mit Epilepsie stehen die Auswahl des richtigen Medikamentes und die Beratung in Alltagsfragen (Autofahren, Beruf, Kinderwunsch) im Mittelpunkt.

Als zertifizierter Epileptologe kooperiere ich eng mit der Deutschen Gesellschaft für Epileptologie und dem Deutschen Ableger der Europäischen Schwangerschaftsregisters bei Epilepsiepatientinnen (GERAP/EURAP).

Wichtige links:

http://www.stiftungmichael.de
http://www.epilepsie-online.de/
http://www.dgfe.org
http://www.eurap.de